Billionen US-Dollar sind in den vergangenen Jahren in die KI-Infrastruktur geflossen – vor allem in Halbleiter, Rechenzentren, Energieversorgungsnetze und sogar orbitale Rechenkapazitäten. Investitionssummen dieser Größenordnung wecken zwangsläufig Erinnerungen an den Technologieboom der 1990er-Jahre, der für Anleger in einer schmerzhaften Marktkorrektur endete. Stehen wir also erneut vor einer spekulativen Technologieblase?

Jordan Stuart, Investment Director bei Federated Hermes, hält diese Sorge für unbegründet. Zwar liege der Vergleich mit der Dotcom-Ära nahe, einer Fundamentalanalyse halte er jedoch nicht stand. Der entscheidende Unterschied liege im Marktgefüge: Um die Jahrtausendwende sei Infrastruktur rein spekulativ aufgebaut worden – in der Hoffnung auf eine Nachfrage, die sich erst noch einstellen sollte. Heute zeige sich die gegenteilige Dynamik. Eine historisch beispiellose Nachfrage treffe auf ein limitiertes Angebot, das mit der enormen Entwicklung kaum Schritt halten könne.

Aus Sicht des Investmentexperten sprechen vor allem vier Gründe dafür, dass es sich beim aktuellen KI-Trade nicht um eine Blase handelt – klicken Sie sich durch unsere Fotostrecke. (mb)