Wer trotz langfristigem Anlagehorizont Bargeld sehen will, kommt an Titeln mit lukrativer Dividendenrendite nicht vorbei. Das gilt auch noch in der heutigen Zeit, obwohl beispielsweise die Ausschüttungsverzinsungen von US-amerikanischen Unternehmen seit vielen Jahren rückläufig sind, schreiben die Vermögensexperten der DWS.

Das beste Beispiel für die Attraktivität von Dividenden liefert der deutsche Leitindex: Seit der Auflegung des Dax 1988 haben regelmäßig wiederkehrende Gewinnbeteiligungen zu mehr als 50 Prozent des gesamten Investmenterfolges beigetragen, zeigen die Daten der DWS. Oder anders ausgedrückt: Der dividendenlose "Zwilling" des Original Dax, nämlich seine Kursvariante, steht gerade mal bei knapp 7.000 Punkten, während der Performance-Dax längst an der 17.000-Punkte-Marke kratzt

Gesamtrendite des Dax mit und ohne reinvestierte Dividenden (in Indexpunkten)

Dementsprechend lohnt es sich, Dividenden im Auge zu behalten – egal ob die einzelner Unternehmen oder ganzer Märkte. Gleichzeitig bedeutet eine hohe Dividendenrendite nicht automatisch ein empfehlenswertes Investment. "Hohe Dividendenrenditen können häufig sogar ein Warnsignal sein", sagt Thomas Schüßler, der unter anderem den DWS Top Dividende lenkt. Renditen von über fünf Prozent würden häufig signalisieren, dass dem Markt eine Dividendenkürzung bevorsteht. Anleger sollten bei der Auswahl der passenden Titel also allergrößte Sorgfalt an den Tag legen. (fp/ps)