Investoren sollten sich überlegen, höheres Exposure in jenen Bereichen zu haben, die von einer thermischen Sanierung von Gebäuden und Energieeffizienz profitieren könnten. Eine solche Gelegenheit scheint die "Renovierungswelle" im Zuge des Green Deals zu schaffen. Der Deal zielt laut DWS darauf ab, den CO2-Fußabdruck von Geschäfts- und Wohngebäuden in Europa drastisch zu reduzieren. Gebäude sind für etwa 36 Prozent der Kohlenstoffemissionen der EU verantwortlich. Arbeitsmarktpolitisch hat der Bausektor zudem den Charme, sehr beschäftigungsintensiv zu sein.

Die Investitionen zur Optimierung der Energieeffizienz stagnieren jedoch und wachsen derzeit nicht mit den erforderlichen Raten, um die Investitionsziele des Paris Abkommens zu erreichen, wie im "Chart der Woche" der DWS dargestellt ist.

Mehrere Investmentmöglichkeiten
Aus Kapitalmarktperspektive könnte eine breite Gebäudesanierungsinitiative sich in so verschiedenen Vermögensklassen wie nachhaltige Aktien, Immobilien, Infrastruktur, grüne Anleihen, Asset Backed Securities und spezielle nachhaltige Investmentfonds widerspiegeln. Der Green Deal der EU-Kommission sei laut DWS genau für die im Chart dargestellte Erfüllung der im Pariser Abkommen geplanten nachhaltigen Investitionen zuträglich.

Natürlich bleibe es eine offene Frage, ob ein EU-weiter einheitlicher Ansatz wirklich der beste Weg ist, diese Probleme mittelfristig zu lösen, etwa im Hinblick auf ökonomische Divergenzen und unterschiedliche Immobilienzyklen der Mitgliedstaaten. Gerade in Deutschland sind zudem steigende Baukosten ein sensibles Thema, merkt die DWS abschließend an. (aa)