Die USA waren in den vergangenen Jahren nicht gerade für ihr Engagement in Sachen Umwelt- und Klimaschutz bekannt. Doch das scheint sich nun zu ändern. In der vergangenen Woche erklärte die US-Notenbank Federal Reserve (Fed), dass sie einen Aufnahmeantrag zum Network for Greening the Financial System (NGFS) gestellt habe. Auch in ihrem jüngsten Finanzstabilitätsbericht erklärte die Fed den Klimawandel erstmals zur systematischen Bedrohung, schreibt die DWS.

Das NGFS ist mittlerweile zu einer Gemeinschaft von Zentralbanken aus mehr als 60 Ländern angewachsen, darunter auch China. "Mit dem Beitritt der US-Notenbank wahrscheinlich noch vor der nächsten Jahrestagung des NGFS im April 2021, wird der Club deutlich an Gewicht gewinnen", schreibt die Fondsgesellschaft. 

Bewusstsein für Klimarisiken schärfen
Für die DWS läutet der Mitgliedsantrag der US-Notenbank einen Neustart ein, da die USA "gewissermaßen aus dem Abseits kommen". Künftig könnten sich die Vereinigten Staaten wieder mehreren Organisationen anschließen. "Die Beteiligung der Fed wird sicherlich die Bemühungen der Zentralbanken beschleunigen, Finanzstabilität auch unter dem Gesichtspunkt von Klimarisiken zu beurteilen und zu überwachen, die Nachhaltigkeit ihrer eigenen Anlagen zu überprüfen und das Bewusstsein für Klimarisiken und -chancen zu stärken", bekräftigt Michael Lewis, Experte für nachhaltige Investments bei der DWS. (fp)