2020 war das Jahr der Technologiewerte. Das zeigte sich im Frühjahr, als sich die Geschäftsmodelle vieler Tech-Unternehmen als außerordentlich virusresistent erwiesen und zum Jahresende erneut, als sich Investoren um die Aktien von Börsendebütanten mit Wachstumscharakter rissen. "Wir gehen mittelfristig davon aus, dass in einem Umfeld geringen Wirtschaftswachstums Anleger weiterhin Firmen favorisieren werden, deren disruptive Geschäftsmodelle sich schnell auf veränderte Rahmenbedingungen einstellen können", schreibt die DWS in ihrem Marktaufblick.

Dazu gehören neben dem Technologiesektor auch innovative Unternehmen im Gesundheitsbereich, bei Telekommunikationsdienstleistern oder nicht-zyklischen Konsumgüterhersteller. Das Gewicht der "jungen Gesunden", wie die DWS diese Gruppe nennt, im US-Index S&P 500 hat sich in den letzten 40 Jahren auf nunmehr 64 Prozent verdoppelt. Die Prognose des Fondshauses für den US-Index fällt entsprechend optimistisch aus. Schon im nächsten Jahr könnten die Gewinne des S&P 500 das Niveau von 2019 übertreffen, heißt es in dem Bericht. 

Verhaltene Prognose für Europa
Für Europa sind die Analysten zurückhaltender. Da die Gruppe jener innovativer Unternehmen mit disruptiven Geschäftsmodellen im europäischen Index Stoxx 600 nur 41 Prozent ausmacht, dürfte es auch länger dauern, bis sich das Börsenbarometer vollständig vom Coronaschock erholt. Die DWS geht davon aus, dass sich der Stoxx 600 erst wieder 2022 an alte Höchststände herantasten dürfte. (fp)