Die Analysten der DZ Bank blicken optimistisch auf das kommende Jahr. Besonders für das Aktiensegment scheinen die Voraussetzungen zu stimmen: Nach dem Jahreswechsel dürften sich vor allem die Aktienindizes in den USA und Europa ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern. Für den Dax sagt DZ-Chefanlagestratege Christian Kahler das Erreichen der historisch bis dato nie erreichten Marke von 18.000 Punkten voraus. "Aufgeschoben ist nicht aufgehoben – wenn die Aufträge aufgrund von besser funktionierenden Lieferketten erfüllt werden können, ist die Fahrt frei – insbesondere für Zykliker und deutsche Aktien", sagt der Analyst. 

Die DZ-Bank-Experten nennen in ihrer Präsentation für das kommende Jahr mehrere Gründe, warum Anleger für Aktien positiv gestimmt sein dürfen. Erster Punkt: die Bewertungen. So wird etwa der S&P 500 das 20-Fache der Gewinne im Jahr 2022 kosten. Er soll auf Jahressicht auf 5.200 Zähler klettern, meint Kahler. Die drei Top-Sektoren Technologie, Energie und Banken würden die globalen Indizes beflügeln. Dazu treiben Nachholeffekte und strukturelle Trends die Gewinne von Unternehmen an. 

Die Mischung macht’s 
Kahler bringt seinen Optimismus auf den Punkt: "Das größte Risiko für Anleger ist 2022, nicht am Aktienmarkt investiert zu sein." Nichtsdestotrotz sei dies kein Aufruf, unbedachte Risiken einzugehen. "Eine breite Streuung bleibt wichtig", sagt Kahler. Eine Mischung aus europäischen Anleihen und Unternehmensaktien, Dax-Titeln sowie Aktien aus dem Nasdaq bildet Kahlers Musterportfolio. (fp)