Im dritten Quartal haben Investoren mehr Fondsanteile gekauft als verkauft. Das zeigt eine Auswertung sämtlicher Handelsaktivitäten in den Depots der European Bank for Financial Services (Ebase). Ebase verwaltet Eigenangaben zufolge in Deutschland Privatkundenvermögen in Höhe von 34 Milliarden Euro und fungiert obendrein als Plattform und B2B-Bank für Vermögensverwalter, Finanzanlagenberater sowie Firmenkunden. Nicht nur bestehende Fondsbesitzer kauften im dritten Quartal Anteile zu. Auch die Zahl der Fondskunden hat sich erhöht, berichtet Rudolf Geyer, Sprecher der Geschäftsführung. "Ein wichtiger Faktor für diese Entwicklung ist sicherlich das Niedrigzinsumfeld", sagt er.

Das Ebase-Fondsbarometer erscheint vierteljährlich und spiegelt die Handelsaktivität sämtlicher Kunden des Depotverwalters wider, ausgenommen das Geschäft institutioneller Kunden und von Depots zur betrieblichen Altersversorgung. Ebase erfasst sämtliche Mittelzuflüsse und -abflüsse bei den über sie gehandelten Fonds. Der aktuelle Bericht zeigt: Die beliebtesten Anlageobjekte im dritten Quartal waren Aktien- und Mischfonds. In beiden Assetklassen haben Anleger vor allem Portfolios nachgefragt, die in den USA oder global investieren. Rentenfonds sowie Fonds mit Fokus auf europäische Werte haben Investoren dagegen häufiger ver- als gekauft. 

ETFs weiter auf dem Vormarsch
Nicht nur aktiv gemanagte Fonds haben es Ebase-Kunden angetan. Vor allem die Nachfrage nach ETFs ist stark gestiegen. In den Monaten Juli bis September wurden dreieinhalb Mal so viele ETFs gekauft wie verkauft.

Seit April hat Ebase sein ETF-Angebot nahezu verdoppelt. Geyer zeigt sich zufrieden über diese Entscheidung: "Die Tatsache, dass die Nachfrage seitdem noch weiter zugelegt hat, zeigt, dass wir diesen wichtigen Schritt zur richtigen Zeit getan haben." (fp)