Die Gold- und Silberpreise sinken wieder. Nach dem Aufwärtstrend zu Jahresbeginn verzeichnete der Goldpreis im April ein Minus von 1,3 Prozent, bei Silber waren es 2,9 Prozent. Nach Einschätzung des Edelmetall-Experten Martin Siegel, Geschäftsführer der Fondsberatung Stabilitas, soll es mit beiden Edelmetallen weiter bergab gehen: "Erst wenn wir tatsächlich steigende Inflationsraten trotz der sinkenden Zinsen oder einen Einbruch der globalen Wirtschaftsentwicklung sehen, dürfte sich dieser Trend umkehren", prognostiziert er.

Maßgeblich für den Aufschwung der Edelmetalle zu Jahresbeginn war die Ankündigung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) die Zinsen vorerst nicht weiter anzuheben. Doch das führte auch dazu, dass sich Anleihen und Aktien stabilisiert haben. Somit sind Gold und Silber für Anleger derzeit nicht sonderlich interessant. Parallel dazu haben die Aktien von Minengesellschaften gelitten.

Große Korrektur bei Palladium
Auch der rasante Preisanstieg bei Palladium ist nach einem halben Jahr zu Ende. Im April ging es 5,5 Prozent nach unten. Das Edelmetall wird hauptsächlich in Autokatalysatoren verbaut. "Aufgrund des sehr speziellen Gebrauchs von Palladium erschien die Preisentwicklung des Metalls in den letzten Monaten etwas übertrieben." Mit einem Preis von derzeit 1390 US-Dollar steht Palladium aber immer noch hoch im Kurs. (fp)