Ende der Zwangsverkäufe? Anleger greifen bei Gold wieder zu
Nach dem kräftigen Rücksetzer an den Edelmetallmärkten ziehen die Preise wieder an. Gold steigt erneut über die Marke von 5.000 Dollar, während Anleger die jüngste Korrektur für Käufe nutzen.
Nach der Korrektur, die auf die jüngste Rekordrally am Edelmetallmarkt gefolgt ist, erholen sich die Preise weiter. Gold hat es wieder über die Marke von 5.000 US-Dollar je Feinunze geschafft. Anleger nutzen den Rücksetzer zum Einstieg oder zur Aufstockung ihrer Positionen.
Im frühen Handel kletterte der Goldpreis am Mittwoch (4.2.) um bis zu 2,6 Prozent, nachdem er am Vortag bereits mehr als sechs Prozent zugelegt hatte. Am Dienstag (3.2.) lag Gold zum Handelsschluss noch rund zwölf Prozent unter dem Allzeithoch vom 29. Januar. Gegenüber dem Jahreswechsel zeigte sich indes ein Plus von knapp 15 Prozent. Auch der Silberpreis erholt sich weiter und legte zeitweise 3,6 Prozent zu.
Hinweise auf Ende der Zwangsverkäufe
"Zwangsverkäufe dürften bei Edelmetallen ihr Ende gefunden haben", erklärte Daniel Ghali, Rohstoffstratege bei TD Securities. "Die heftige Volatilität der letzten Woche könnte Privatanleger mit Sicherheit an den Seitenrand drängen und damit eine immer wichtigere Käufergruppe vom Markt fernhalten."
Gehebelte Produkte verstärken Schwankungen
Sowohl chinesische Fonds als auch westliche Privatinvestoren hatten zuvor umfangreiche Positionen in Edelmetallen aufgebaut. Zusätzlich wurde die Entwicklung von Anlegern befeuert, die verstärkt auf gehebelte börsengehandelte Produkte setzten und eine Welle an Call-Optionskäufen auslösten. Ein plötzlicher Kursrutsch während des asiatischen Handels am Freitag (30.1.) setzte sich zu Beginn dieser Woche fort.
Volatilität dürfte hoch bleiben
Die Volatilität bei Edelmetallen dürfte laut Bank of America erhöht bleiben. Bei Gold sei dabei langfristig das Investment-Argument stärker als bei Silber, sagte Niklas Westermark, Leiter des EMEA-Rohstoffhandels bei der BofA. Aufgeblähte Preise und Marktturbulenzen könnten die Positionsgrößen zwar beeinflussen, das generelle Interesse der Anleger jedoch nicht mindern, so Westermark.
Die Deutsche Bank hat am Montag (2.2.) bekräftigt, dass sie an ihrer Prognose für einen Goldpreisanstieg auf 6.000 Dollar je Feinunze festhält.
Aktuelle Marktpreise
Um 5:40 Uhr MEZ notierte Gold am Mittwoch 2,4 Prozent fester bei 5.066 Dollar je Feinunze. Der Silberpreis lag am Kassamarkt mit 87,94 Dollar je Feinunze 3,3 Prozent über dem Stand vom Dienstagabend. Auch Platin und Palladium verzeichneten Kursgewinne. Der "Bloomberg"-Dollar-Spot-Index lag 0,1 Prozent im Plus, nachdem er am Vortag 0,3 Prozent nachgegeben hatte. (mb/Bloomberg)















