Die Handelsvolumina von Exchange Traded Funds (ETFs) in Europa sind über die vergangenen zwölf Monate um 120 Prozent gestiegen. Das zeigt ein Bericht des ETF-Anbieters iShares. Der Anteil von ETFs an der gesamten Handelsaktivität an den europäischen Aktienbörsen hat im gleichen Zeitraum von 2,8 auf 10,8 Prozent zugenommen. Dagegen sind die Umsätze der in den ETFs abgebildeten Aktien und Futures deutlich zurückgegangen.

Nizam Hamid, Head of Sales Strategy bei iShares in Europa, kommentiert diesen Trend: "Unsere Untersuchungen zeigen, dass der Anteil der ETFs am europäischen Börsenumsatz beständig zulegt. Dieser nachhaltige Umsatzanstieg trotz schwacher Märkte und allgemein niedriger Börsenumsätze mit Aktien und Futures verdeutlicht das starke Anlegerinteresse an ETFs."

Die iShares-Studie "Trading European Exchange Traded Products" - Auftakt einer neuen monatlichen Serie von ETF-Handelsberichten - bietet detaillierte Informationen zu sämtlichen Aspekten, die beim Handel mit ETFs zu beachten sind. So beleuchtet die Studie beispielsweise detailliert die Ermittlung der Gesamtkosten (Total Cost of Ownership, TCO) von ETFs. Denn bei der Ermittlung der TCO unterschiedlicher ETFs spielen Handelsaspekte eine wichtige Rolle und mehrere handelsbezogene Faktoren sollten berücksichtigt werden. Dazu zählen die Intraday-Spreads der ETFs, deren Verhältnis zu den zugrunde liegenden Wertpapieren, Börsen- und OTC-Liquidität sowie die Entwicklung der Spreads bei veränderten Marktbedingungen.

Im Zusammenhang mit Intraday-Spreads sagt Hamid: "Es ist wichtig zu vergleichen, wie sich die Geld-Brief-Spanne für einen ETF gegenüber den Spreads der abgebildeten Wertpapiere im Index verhält. So wurde beispielsweise der iShares DAX (DE)2 ETF - im April 2009 der umsatzstärkste ETF in Europa - durchweg mit niedrigeren Spreads gehandelt, als es für die im Index enthaltenen Aktien der Fall war. Solche Abweichungen können natürlich bei unterschiedlichen ETFs variieren, aber generell sollten Anleger diesen Kostenfaktor im Auge behalten." (ir)