Zu den Gründen für die Verschmelzung des einst als Flaggschiff gefeierten Nordea 1 – European Value Fund mit dem Schwesterprodukt Nordea 1 – European Stars Equity Fund hat Dan Sauer, Vertriebschef für Zentraleuropa bei Nordea Asset Management, unlängst im Exklusiv-Interview mit unserer Redaktion Stellung genommen. Jetzt hat sich der frühere Fondsmanager des Value-Produkts, Tom Stubbe Olsen, mit der Ankündigung eines eigenen Fonds zurückgemeldet.

Olsen, der die Geschicke des Nordea-Fonds über 20 Jahre verantwortete, will mit dem Mensarius Sustainable Value Fund eine nach seinen Worten "solide und bewiesene Alternative" bieten, die er dem anhaltenden Trend zu passiven Investments und den immer populärer gewordenen ESG-Fonds entgegensetzen will.

"Viele Investoren konzentrieren sich derzeit auf ETF-, ESG- und US-Aktien-Fonds", so Olsen. "Doch wir sehen gerade jetzt eine rekordverdächtige Bewertungslücke zwischen Value und Growth", so der Gründer der Schweizerischen Fondsboutique Mensarius. "Außerdem ist es uns wichtig, dass langjährige, loyale Investoren, die im Nordea European Value Fund investiert waren, weiterhin die Möglichkeit haben, mit uns zu arbeiten."

Den Wert des Anleger-Geldes langfristig schützen
Der aktiv gemanagte Mensarius Sustainable Value Fund investiert in Unternehmen, die nach Angaben von Olsen einen echten Bedarf in der Wirtschaft erfüllen und ihre Geschäfte auf nachhaltige Weise führen. "Das jeweilige Management zu ermutigen, sich auf eine langfristige, nachhaltige Rendite des investierten Kapitals zu konzentrieren, aber auch unsere Ansichten zu Themen wie Unternehmensführung, Strategie und Kapitalallokation als auch zur nachhaltigen Nutzung von Ressourcen und bewährten Verfahren zu äußern, ist seit langem ein zentraler Bestandteil unseres Investitionsprozesses", so der Gründer.

Die einzige Möglichkeit für Anleger, den Wert ihres Geldes langfristig zu schützen, sieht Olsen in Sachwerten verbunden mit einem Bewusstsein in Bezug auf die Bewertung beim Kauf einer Aktie. "Genau darum geht es beim Value Investing", so Olsen. Deshalb kombiniere er einen langen Anlagehorizont mit dem Fokus auf den Kauf eines Unternehmens statt nur der Aktie und bestehe stets auf einem Kaufpreis, der eine Sicherheitsmarge zum intrinsischen Wert biete. Olsen: "Wir sind davon überzeugt, dass eine solche Strategie im Laufe der Zeit zu einer sichereren und besseren Rendite im Vergleich zu einem Marktindex führen wird."

Zeichnungsfrist soll noch im Oktober starten
Der Mensarius Sustainable Value Fund richtet sich an vermögende Privatinvestoren, Family Offices und sonstige Anleger mit einem langfristigem Anlagehorizont und ist zur Zeichnung auf 750 Millionen Schweizer Franken limitiert, das weitere Wachstum der Assets soll durch Kapitalgewinne erfolgen. Die Eröffnung der Zeichnungsperiode für den neuen Fonds erwartet Olsen noch im Lauf des Oktobers. (hh)