Der Finanzmarkt hat große Ähnlichkeit mit dem bekannten Skatspiel. Davon ist Georg Graf von Wallwitz überzeugt. "Wie das Skatspiel weist auch der Finanzmarkt alle Elemente der Unberechenbarkeit auf", sagt der Geschäftsführer des Vermögensverwalters Eyb & Wallwitz. Investoren seien immer einem gewissen Zufall ausgesetzt, auch mangele es ihnen an Informationen über Absichten anderer Anleger. Ähnlich gehe es im Kartenspiel zu.

Investoren ebenso wie Skatspieler müssen sich laut Wallwitz gegen ungünstige Zufälle wappnen, mit Risikobudgets umgehen und sich auf die psychologische Verfassung anderer Teilnehmer einstellen. "Erfolgreiche Investoren bringen alles mit, was ein guter Kartenspieler können muss", sagt der Fondsmanager. In beiden Fällen hänge zwar einiges vom Zufall ab, dennoch gehe es vor allem darum, Chancen und Risiken vernünftig abzuwägen. 

Glück allein reicht langfristig nicht – weder im Spiel noch am Markt
Weder das Skatspiel noch der Finanzmarkt seien also ein Rätsel, sagt Wallwitz – "sondern der Versuch, in unberechenbaren und manchmal widrigen Umständen auf intelligente Weise das beste Ergebnis zu erreichen." Angesichts vieler guter Nachrichten aus der Wirtschaftswelt empfiehlt der Fondsmanager Anlegern, mehr Cash zu halten als üblich. (fp)