Fed-Ausblick: Erst mal 25 Basispunkte, doch was kommt dann?
Dass die US-Notenbank die Leitzinsen diese Woche senkt, gilt als sicher. Die große Frage ist, wie es im kommenden Jahr weitergeht, insbesondere ab Mai unter einem neuen Federal-Reserve-Chef von Trumps Gnaden. FONDS professionell ONLINE zeigt, was "Fed-Watcher" erwarten.
Am 10. Dezember entscheidet die US-Notenbank (Fed) über den US-Leitzins und damit den geldpolitischen Kurs der USA. Der Datenpool ist nach dem Shutdown ausgesprochen mager, denn wichtige Statistiken etwa zum Arbeitsmarkt und Konsumentenverhalten weisen eine deutliche Lücke auf. Die meisten Beobachter rechnen aber fest damit, dass der Offenmarktausschuss die Leitzinsen um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent senken wird.
Doch im Mai kommenden Jahres endet bekannterweise die Amtszeit von Fed-Chef Jerome Powell, der sich fortlaufendem massiven Druck der US-Regierung gegenüber sieht, die die Zinsen gerne niedriger hätte. Wenn Donald Trumps offensichtlicher Wunschkandidat Kevin Hassett das Rennen um die Nachfolge macht, werden die Karten für die Zinspolitik ab Mai 2026 wohl neu gemischt. Der US-Präsident möchte seinen Kandidaten Anfang kommenden Jahres öffentlich machen, hat aber schon durchblicken lassen, dass es Hassett sein wird, der in Trumps erster Amtszeit oberster Wirtschaftsberater des Präsidenten war und derzeit Direktor des nationalen Wirtschaftsrats ist.
Wie gehen die "Fed-Watcher" aus der Investmentbranche mit dieser Personalie und weiteren Unsicherheiten um? Wie sieht ihr kurz- und langfristiger Zinsausblick aus. In der Bilderstrecke oben hat FONDS professionell ONLINE ausgewählte Stimmen zusammengetragen. (jh)















