Wer seinen gewohnten Lebensstandard auch in Zukunft und erst recht im Rentenalter beibehalten möchte, sollte die eigene Finanzplanung frühzeitig und strukturiert angehen, empfiehlt Markus Richert, Seniorberater beim Vermögensverwalter Portfolio Concept. Für ihn ist das Teil der langfristigen Lebensplanung.

Erster Schritt zur Erstellung eines Finanzplans: Anleger sollten sich genau überlegen, welche Ziele sie erreichen möchten und welche Risiken sie einzugehen bereit sind. Wichtig: Dabei sollten sie langfristige Risiken wie Langlebigkeit, Todesfall, Krankheit oder Berufsunfähigkeit nicht vergessen. Grundlage ist ein guter Überblick über die eigenen Ein- und Ausgaben. "Wer zwei Monate einmal konsequent ein Haushaltsbuch mit allen Ausgaben geführt hat, bekommt einen guten Einblick in sein Konsumverhalten, Vorlieben, Stärken und Schwächen", sagt Richert.

Stellt sich dabei heraus, dass regelmäßig Geld übrigbleibt, ist es Zeit für eine strukturierte Vermögensplanung. Allerdings gibt es in den meisten Haushalten erhebliche Klumpenrisiken, warnt der Experte: Immobilien als Sachwerte und niedrig verzinste Anlagen wie Giro- oder Tagesgeldkonten und der "Notgroschen" sind häufig übergewichtet. "Dabei sind solche Geldwerte und auch Rentenleistungen der Inflation schutzlos ausgeliefert", sagt Richert. Viel besser gegen das Inflationsrisiko schützen hingegen Aktien. Bezieht man die Barwerte gesetzlicher und privater Rentenansprüche in die Vermögensbilanz ein, zeigt sich, dass viele Wertpapierdepots eine Aktienquote von 100 Prozent durchaus vertragen könnten, sagt Richert. (fp)