Fünf Generationen, von den Baby Boomern bis zur Generation Z, leben derzeit in Deutschland – und sie alle denken anders übers Sparen und Anlegen. Das bekommen Vermögensverwalter immer mehr zu spüren, sagt Thilo Stadler, Vermögensverwalter bei Independent Capital Management. So ist zum Beispiel die Generation Y, die sogenannten Millenials, die in den frühen 1980er bis späten 1990er Jahren geboren wurden, "beim Sparen und Anlegen weniger zurückhaltend und insgesamt zielstrebiger als andere Altersgruppen."  Sie setzen etwa zunehmend auf Aktien, Anleihen und Immobilien.

Nachhaltigkeit spiele bei den heute 25- bis 34-Jährigen "erstaunlicherweise" eine kleinere Rolle als noch bei ihren Vorgängern, der Generation X oder auch Generation "Golf", der oft Egoismus und Konsumfreude vorgehalten wird, so Stadler. Tatsächlich berücksichtigten 61 Prozent der Generation X ganz bewusst Nachhaltigkeitsfaktoren, wenn sie sich für eine Anlage entscheiden, zitiert er eine Studie von Schroders. Bei den Babyboomern wiederum – heute zwischen 51 und 70 Jahre alt – legten nur die Hälfte Wert auf Nachhaltigkeit. 

Jüngere Generationen wollen digitale Möglichkeiten
Wichtig für die Generation Y und die noch jüngeren Sparer der Generation Z, die zwischen 1997 und 2012 geboren wurden, sind laut Stadler "umfassende technologische Möglichkeiten". Hier beobachtet er eine zunehmende Nachfrage nach Finanzprodukten, die sich über das Internet kaufen lassen. Eine Vermögensverwaltung "weg vom eher stationären, räumlich und zeitlich gebundenen Geschäft hin zu digitalen Modellen" werde deshalb wichtiger. (fp)