"Die Lüge ist dreimal um die Welt gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe geschnürt hat", wusste schon der Schriftsteller Mark Twain (1835 -1910). Für Anleger heißt das: Zögern kann bares Geld kosten! Tatsächlich ist es für sie oft sehr viel sinnvoller, den Wahrheitsgehalt einer Information später zu prüfen und stattdessen unverzüglich zur Tat zu schreiten. An den Kapitalmärkten wird ja nicht Altbekanntes gehandelt, sondern die Zukunft. Und wer weiß heute schon, wie die ausschaut?

Heißer gegessen, als gekocht
Aus diesem Grund bewegen häufig nicht Tatsachen, sondern Hirngespinste, Behauptungen oder "alternative facts" – wie Kellyanne Conway, die einzig Verbliebene aus Donald Trumps Original-Entourage, solcherlei nannte – die Kurse. Ob Managerwechsel, geheime Übernahmepläne oder drohende Pleiten: Nichts lieben Investoren mehr als eine gute Geschichte – selbst, wenn sie frei erfunden ist. Spätestens seit Twitter, Facebook und Co. werden Berater und Anleger mit echten Nachrichten und Pseudo-Meldungen überflutet. Die als solche bezeichneten "sozialen Kanäle" machen Gerüchteköchen, Crash-Propheten und Propagandist/-innen die Manege im Medienzirkus frei – ohne Direktor oder Dompteur.

Dazu ein Wort in eigener Sache: FONDS professionell geht Informationen stets auf den Grund, wägt sorgfältig ab, fragt bei den Handelnden nach, bevor Meldungen veröffentlicht werden, und macht Sekundärquellen immer kenntlich. Doch natürlich wollen wir unsere Leser auf dem Laufenden halten, was hinter den Kulissen gemunkelt oder welche heiße News innerhalb der "Investment Community" gerade gehandelt wird, selbst wenn es von offizieller Stelle heißt: "Spekulationen kommentieren wir grundsätzlich nicht."  

Testen Sie doch mal, ob Sie sich in der Gerüchteküche zurechtfinden oder den "Kursflüsterern" auf den Leim gehen – wir wünschen wie immer viel Erfolg.