Die Bewertungen vieler Aktien werden immer problematischer, ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 30 und mehr ist längst keine Seltenheit mehr. Die US-Notenbank Federal Reserve gibt zwar ihr Bestes, um mit niedrigen Zinsen gegenzusteuern. Trotzdem sind die Märkte damit anfällig für kleinste Störungen, sagt Beat Thoma, Chefanlagestratege bei Fisch Asset Management in Zürich.

Als Beispiel nennt der Anlageprofi steigende Zinsen oder andere monetäre Luftlöcher. "Wir halten aktuell die meisten positiven Konjunkturprognosen für bereits enthalten in den Aktienkursen", sagt Thoma. Eine kurzfristige Korrektur von bis zu zehn Prozent könne daher jetzt nicht mehr überraschen.

Rücksetzer als Kaufgelegenheit
Hinzu kommt, dass die Zahl der Teilnehmer am Aktienmarkt zuletzt stark gestiegen ist, weil immer mehr Menschen die Börse für sich entdecken. "Diese breite Masse birgt erhöhtes Panik- und damit Rückschlagpotential", sagt Thoma. Dennoch hält er auch 2021 Kursgewinne im mittleren einstelligen Prozentbereich für möglich. Mögliche Korrekturen sieht der Stratege daher als Zukaufgelegenheit, solange sich an den Rahmenbedingungen nichts substanziell ändert. (fp)