In der Rezession sorgen sich die Menschen um ihr Vermögen. Auch Covid-19 schürte bei vielen Deutschen die Angst, dass ihr Erspartes dramatisch an Wert verliert. Im ersten Quartal 2020 gaben die Vermögenspreise denn auch tatsächlich um 2,7 Prozent nach, zeigt der FvS Vermögenspreisindex Deutschland der Fondsboutique Flossbach von Storch. Mittlerweile scheint sich das Preisniveau aber vom kurzzeitigen Schock erholt zu haben: Im zweiten Quartal zogen die Vermögenspreise um 3,2 Prozent an. Zur Jahresmitte liegen sie damit sogar 4,4 Prozent über dem Vorjahreswert.

Mit anderen Worten: Das Vermögen der Deutschen ist zuletzt trotz Covid-19-Pandemie im Wert gestiegen. Der größte Anteil entfällt auf das Sachvermögen mit 79 Prozent, der Rest ist dem Finanzvermögen zuzuordnen. Im jüngsten Quartal legten die Preise für Sachwerte um 3,6 Prozent zu, nachdem sie zuvor deutlich gefallen waren. Der Preis für das Finanzvermögen liegt mit 0,1 Prozent auf dem Vorjahresniveau.

Staaten und Notenbanken stützen Aktienkurse
Im Zuge der Pandemie sind die Preise für viele Finanzgüter eingebrochen. Vor allem an den Aktienmärkten ging es rasant bergab. Durch die beispiellose Intervention von Regierungen und Zentralbanken erholten sich die Preise aber sehr schnell, beobachten die Analysten. Zur Jahresmitte lagen die Preise des Aktienvermögens deutscher Haushalte nur noch 1,2 Prozent unterhalb der Preise der Vorjahresmitte.

Glücklich konnte sich schätzen, wer einen Teil seines Vermögens in Gold investiert hatte. Der Preis für das Metall legte im Jahresvergleich um 28 Prozent zu. (fp)