Die Inflation in der Eurozone will einfach nicht steigen, klagen Ökonomen. Das stimmt so allerdings nicht ganz, zeigt eine aktuelle Auswertung der Investmentboutique Flossbach von Storch. In einer speziellen Nische hat die Teuerung zuletzt sogar ganz beachtlich zugelegt: die Vermögenspreisinflation hat zum Ende des dritten Quartals einen neuen Rekordstand erreicht.

Die Vermögenswerte deutscher Haushalte haben sich per Ende September im Jahresvergleich um 8,7 Prozent verteuert. Damit übertraf die Inflationsrate sogar das bisherige Allzeithoch aus dem zweiten Quartal 2017. Getragen wurde der Preisanstieg vor allem vom Betriebsvermögen (plus 22,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal). Auch Aktien (plus 13 Prozent) und Immobilien (plus 7,7 Prozent) verzeichneten rekordhohe Preissteigerungen.

Reiche werden noch reicher
Das Geld, das die Zentralbanken in die Wirtschaft pumpen, wanderte zuletzt vor allem in Sachwerte. Viele Bürger wollen mit Sachwertanlagen ihr Kapital schützen. Von den anziehenden Vermögenspreisen profitieren vor allem die wohlhabendsten Haushalte sowie Personen vor dem Renteneintrittsalter. Kein Wunder: Sie besitzen anteilsmäßig das größte Betriebs- und Immobilienvermögen. (fp)