Wer bereits ein Eigenheim oder größeres Aktiendepot besitzt, durfte sich in den vergangenen Monaten mehrfach gefreut haben: Laut dem Vermögenspreisindex von Flossbach von Storch markiert das erste Quartal 2021 einen neuen Rekord. Mit 11,9 Prozent stiegen die Vermögenspreise im Vergleich zum Vorjahresquartal so stark wie noch nie seit Auflegung des Index, berichtet das Flossbach von Storch Research-Institute. Ganz anders sieht es für diejenigen aus, die noch immer auf Guthaben setzen. Tages- und Festgeldkonten sowie Sparbücher bringen schon lange keine nennenswerten Erträge mehr., erst recht nich nach Abzug der Verbraucherpresinflation. Und auch Anleihen verloren zuletzt an Wert. 

"Im ersten Quartal stiegen die Renditen von Anleihen guter Bonität in einem Umfeld höherer Erwartungen der Verbraucherpreisinflation an, was zu Kursverlusten bei bereits laufenden Papieren führten", sagt Philipp Immenkötter, Analyst beim Flossbach von Storch Research Institute. Er erklärt den Rekordanstieg bei den Vermögenspreisen zum einen mit den fiskalpolitischen Maßnahmen wie Überbrückungshilfen und Konjunkturpaketen. "Zum anderen ließen die geldpolitischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank die Nachfrage nach Vermögensgütern ansteigen", sagt Immenkötter. 

Immobilien boomen weiter
Besonders Immobilien zeigen sich in der Krise resistent. Den Preisen am Immobilienmarkt kann selbst die Krise nichts anhaben. Immobilien verteuerten sich laut demnach um 7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal, angetrieben vom günstigen Baugeld und einer großen Nachfrage. Besonders gefragt waren Wohnimmobilien, Gewerbeimmobilien waren im Hinblick auf die Restriktionen durch die Krise weniger beliebt. (fp)