Nachdem der März 2019 von kräftigen Zuschlägen bei Schwellenländern wie Indien und China gekennzeichnet war, kühlte sich diese Entwicklung im Monat darauf spürbar ab. Der April bescherte vor allem Anlegern mit Österreich-Fonds und Deutschland-Fonds Gewinne, für die Anleihesparer mehrere Jahre Geduld benötigen. Die 13 Österreich-Fonds, die im FIAP-Fondsindex von Mountainview erfasst werden, legten im April 7,5 Prozent zu.

Während der Dax und die deutschen Nebenwerteindizes aber bis Ende des Monats weiter zulegen konnten, drehte der österreichische Leitindex schon in der letzten Aprilwoche in den Sinkflug. Davor waren es vor allem Finanzwerte, die dem österreichischen ATX Zuwächse bescherten. Auch für die Dax-Anleger und Investoren, die auf deutsche Nebenwerte setzen, verlief das erste Jahresdrittel hervorragend, die Indizes Dax, MDax und TecDX beendeten die vier Monate bis Ende April mit Anstiegen zwischen 17 und 20 Prozent. Neben Österreich und Deutschland findet man in der Top-10-Liste für April mit "Deutschland Small Caps", Frankreich" und "Euroland" drei weitere Fondskategorien, die innerhalb der Währungsunion investieren.

Technologie legt weiter zu
Auf Branchenebene sorgten positive Ertragsnachrichten bei einige führenden Technologiekonzernen für eine Fortsetzung der überdurchschnittlich guten Entwicklung dieser Sparte, die sich somit per Ende April über alle Beobachtungszeiträume hinweg unter den jeweils ertragreichsten Branchen bzw. Regionen findet. Im Zehn-Jahres-Vergleich waren nur Fonds, die in "Thailand" beziehungsweise in "Biotechnologie" investieren, noch ertragreicher.

Während Biotech-Fonds zwar auf eine sehr gute Langzeit-Performance zurückblicken, verlief die jüngere Zeit für diese Sparte nicht so erfreulich. Im April verloren die 17 Fonds, die hier beobachtet werden, im Durchschnitt mehr als zwei Prozent. Nur Edelmetall-Produkte beendeten den April noch schlechter. Gold-Fans benötigen also weiterhin Geduld, im Jahresvergleich notieren die 32 Fonds dieser Kategorie fast unverändert, blickt man zehn Jahre zurück, liegt die Bilanz bei 7,6 Prozent minus.

Globale Fonds mit guten Monatsergebnissen
Angesichts der Nachricht, dass der US-Präsident via Twitter überraschend neue Zölle für China-Importe ankündigte, fällt einem spontan die "Sell-In-May-Börsen-Weisheit" ein, allerdings dürften sich nicht viele Fondsanleger mit solchen Timing-Überlegungen belasten. Jeder Versuch, bei kurzfristigen Marktschwankungen – egal, in welche Richtung – lenkend einzugreifen ist letztlich sinnlos, weil man fast ausnahmslos zu spät agiert und daher das langfristige Ergebnisse mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht verbessert, sondern verschlechtert.

Fonds, die global investieren, legten im April rund 3,5 Prozent zu, womit sich das 12-Monats-Ergebnis auf 8,4 Prozent verbesserte. Im Zehn-Jahres-Rückblick freuen sich international diversifizierte Aktienanleger derzeit über eine Wertentwicklung von 158 Prozent. Der Durchschnitt für alle Aktienfonds verbesserte sich im April um mehr als drei Prozent, womit das Zehn-Jahres-Ergebnis bei fast 153 Prozent lag.


Über das FONDS-professionell Fondsbarometer
FONDS professionell bringt seit Juli 2014 monatlich das FONDS professionell Fondsbarometer – eine Performanceübersicht der FIAP-Aktienfonds-Indizes gereiht nach ihrer Monatsperformance. Daraus wird ersichtlich, welche Fonds gerade "Rückenwind" haben und welche unter Kursverlusten leiden. Damit daraus eine brauchbare Information wird, zeigt die Darstellung auch, wie diese Fondskategorien (Länder, Regionen, Branchen und Themen) über andere Zeiträume abgeschnitten haben – 1 Monat, 3 Monate, 6 Monate, 1 Jahr, 3 Jahre sowie über 5 und 10 Jahre. Die jeweils zehn stärksten und zehn schwächsten Ergebnisse sind farblich hervorgehoben.
Das nächste Fondsbarometer erscheint Anfang Juni.