Am Aktienmarkt könnte bald ein Großinvestor auf Einkaufstour gehen. Der Staatsfonds von Saudi Arabien, der 1971 gegründete Public Investment Fund (PIF), will dieses Jahr rund zehn Milliarden US-Dollar in Dividendenpapiere investieren, berichten "Bloomberg“ und "Zerohedge“. Kapital ist ausreichend vorhanden. Dank hoher Erdöl- und Erdgaspreise hat der saudische Staatsfonds mittlerweile ein Volumen von über 500 Milliarden US-Dollar erreicht, Tendenz stark steigend. Mit Aktienanlagen und insbesondere mit einer Neuausrichtung der heimischen Wirtschaft will Saudi-Arabien seine Abhängigkeit von der Ölpreisentwicklung reduzieren.

Laut Bloomberg könnten die massiven Aktienkäufe des Staatsfonds dazu beitragen, die mittlerweile ambitioniert bewerteten Aktien zu stützen. Immerhin steht die Fed kurz davor, über Zinserhöhungen und reduzierte Wertpapierkäufe den Märkten Liquidität zu entziehen, um die Inflation zu bekämpfen.

Thematische Strategie
Zuletzt haben die Wüstensöhne gutes Timing bewiesen. So erhielt der Staatsfonds 2020 eine Überweisung in Höhe von 40 Milliarden US-Dollar aus den Finanzreserven des Königreichs, um sich im Frühjahr 2020, als die Aktienkurse stark fielen, in Unternehmen wie Citi, Facebook, aber auch Carnival einzukaufen. Bloomberg zufolge hätten die Saudis diese Papiere einige Monate mit einem beträchtlichen Gewinn veräußert.

Wie die Nachrichtenagentur schreibt, will der Staatsfonds auf der Grundlage einer "thematischen Strategie", die sich auf Unternehmen wie E-Commerce und erneuerbare Energien konzentriert, globale Aktien kaufen. (aa)