Eine Mehrheit der Fondsmanager ist sicher: Das Ende des Aufschwungs naht. 87 Prozent der Vermögensverwalter gaben in einer Umfrage der Bank of America Merrill Lynch (BofA) an, dass sie in den kommenden zwölf Monaten einen Rückgang des Wachstums der Weltwirtschaft erwarten. So hoch war der Wert noch nie, teilt die BofA mit. Im April zeigten sich die Vermögensverwalter noch optimistisch.

Die Fondsmanager scheinen sich bereits auf den Abschwung vorzubereiten. Denn die Bargeldquote der Fonds ist mit derzeit 5,6 Prozent auf überdurchschnittlichem Niveau. Gleichzeitig ist der Aktienanteil in den Fonds auf 21 Prozent gesunken und damit so tief wie zuletzt zu Beginn der Finanzkrise im Jahr 2009. Dafür investieren die Fondsmanager stärker in Renten. Die Anleihequoten in den Musterdepots sind so groß wie zuletzt im September 2011.

Fondsmanager erwarten Zinssenkungen
"Ihr Pessimismus beruht vor allem auf Sorgen um Handelskriege und eine Rezession", sagt Michael Hartnett, leitender Anlagestratege der BofA, gegenüber der FAZ. Während zu Beginn des Jahres noch viele Vermögensverwalter mit einer Zinserhöhung rechneten, erwartet die Mehrheit der Befragten nun Zinssenkungen. Zudem geht die Mehrheit der  von sinkenden Unternehmensgewinnen aus. Die BofA hat 230 Fondsmanager befragt, die insgesamt 645 Milliarden US-Dollar an Kundenvermögen verwalten. (fp)