Im Juli entdecken Fondsmanager wieder die Freude am Risiko: In ihren Portfolios verlagern sie ihren Schwerpunkt weg von defensiven Anlagen hin zu zyklischen Investments, zeigt eine Umfrage der Bank of America Merrill Lynch (BofA). Statt Anleihen, Immobilienfonds und Papieren von Versorgungsunternehmen tendieren institutionelle Anleger im Juli eher zu europäischen Aktien und Papieren im Industrie- und Bankenbereich. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ). 

Die Risikofreude zeigt sich auch in den gesunkenen Bargeldbeständen der 207 befragten Fondsmanager, die insgesamt 598 Milliarden US-Dollar an Kudenvermögen verwalten: Sie fielen von 5,6 Prozent im Juni auf 5,2 Prozent. Besonders beliebt sind laut der Umfrage zudem Schwellenländer-Papiere. Netto fast ein Viertel der Fondsmanager haben Schwellenländer in ihren Portfolios übergewichtet. Im Vergleich zum Vormonat zeigen sich Anleger damit deutlich optimistischer. Der Aktienanteil in ihren Fonds war im Juni zuletzt gesunken. 

Vorübergehender Optimismus kann Grundsorgen nicht vertreiben
Die Gründe für den Stimmungswandel: Der Handelsstreit zwischen China und den USA ist zunächst nicht weiter eskaliert, und auch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hält sich zurück. Dennoch bleiben die Sorgen rund um den Handelskonflikt bestehen, genauso wie die Angst vor zurückgehenden Unternehmensgewinnen, zitiert die FAZ Michael Hartnett, Chefanlagestratege der BofA. (fp)