Trotz Warnungen vor einer dritten Corona-Welle schauen Fondsmanager mehrheitlich optimistisch auf den Aktienmarkt. Sie glauben fest an eine sich rasch erholende Wirtschaft und weiterhin steigende Aktienkurse. Das geht aus der aktuellen Umfrage der Bank of America unter 200 institutionellen Investoren hervor, die dem "Handelsblatt" vorliegt.
 
Demnach sind knapp 61 Prozent der Befragten stärker in Aktien investiert, als es die Benchmarks ihrer jeweiligen Häuser vorgeben. Der Aktien-Anteil ihres Portfolios ist damit – wie bereits im Februar – so ausgeprägt wie zuletzt vor mehr als zehn Jahren. Allein bei Technologie-Aktien zeigte sich mit Blick auf die anziehenden Renditen bei US-Staatsanleihen eine gewisse Skepsis. Nur noch acht Prozent gewichten Tech-Aktien in ihren Portfolios über. Im Februar waren es 32 Prozent.

Inflationsängste trüben Stimmung
Die Renditen von US-Staatsanleihen sind seit Jahresbeginn von unter einem auf bis zu 1,6 Prozent gestiegen. Auslöser dafür waren Ängste vor einer steigenden Inflation infolge der billionenschweren Konjunkturpakete der US-Regierung. Auch in der Bank-of-America-Studie zeigte sich die Mehrheit der Befragten besorgt über die jüngsten Entwicklungen. Auf Platz eins der größten Gefahren, die die Märkte noch nicht widerspiegeln, nannten 37 Prozent der Befragten eine höher als erwartete Inflation. 35 Prozent sahen deutlich steigende US-Renditen als Risiko. (fp)