Die wirtschaftliche Entwicklung der Schwellenländer ist mittlerweile robuster als ihr Ruf: "Wir würden Anlegern empfehlen, über die aktuellen Schlagzeilen hinaus zu blicken und zu erkennen, dass sich die Schwellenländer zu widerstandsfähigen, eigenständigen Wirtschaftsräumen entwickelt haben", sagt Andrew Ness von Franklin Templeton Emerging Markets Equity. 

Viele Schwellenländer haben Ness zufolge aus der Vergangenheit gelernt und nicht nur Barreserven aufgebaut, sondern auch eine Diversifizierung ihrer Schulden weg vom US-Dollar vorgenommen: "Wir sind davon überzeugt, dass die Schwellenländer heute widerstandsfähiger sind als in früheren Jahrzehnten." Die Länder hätten aus wirtschaftlich schwierigen Zeiten wie der asiatischen Finanzkrise Ende der 1990er Jahre gelernt und seien daraus gestärkt hervorgegangen. "Darüber hinaus hat eine gestiegene Inlandsnachfrage vielen dieser Länder geholfen, unabhängig von externen Kräften zu wachsen", sagt Ness.

Verbesserte Regulierung
Auch dank regulatorischer Veränderungen sowie Verbesserungen bei Corporate Governance und Qualitätsmanagement hätten sich viele Unternehmen aus Schwellenländern positiv entwickelt. So konzentrierten sich viele russische Unternehmen stärker als früher auf Aktionärsrenditen, Indien treibe seine Innovationsfähigkeit voran, viele brasilianische Unternehmen arbeiteten nachhaltiger als früher. (fp)