In Deutschland will gerade einmal jeder vierte Mann reich sein (26 %), unter den Frauen ist es sogar nur jede Fünfte (18 %). Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des "Reichtumsforschers" Rainer Zitelmann, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ). Für die wurden mehr als tausend Teilnehmer aus sieben Ländern nach ihrer Einstellung zu Wohlstand und Vermögen befragt. Als Reichtum definierten die Forscher, dass man neben einem eigenen Haus mindestens eine Million Euro an frei verfügbaren Mitteln besitzt. 

Nicht nur in Deutschland stuften Frauen Wohlstand als weniger wichtig ein als Männer. Auch in Italien, Spanien, Frankreich, Großbritannien, Schweden und den USA gibt es ein deutliches Geschlechtergefälle. "Man kann lange darüber diskutieren, warum das so ist, aber es ist eine Tatsache, dass Frauen seltener reich werden wollen als Männer", zitiert die Tageszeitung Zitelmann. "Das sieht man auch an den Zugriffszahlen großer Finanzportale – die werden auch seltener von Frauen gelesen."

Wunsch nach Reichtum lässt im Alter nach
Allerdings machte nicht nur das Geschlecht einen Unterschied in der Einstellung der Befragten zu Reichtum. Auch das Alter spielte eine wichtige Rolle. Umfrageteilnehmer, die 30 Jahre oder jünger sind, stuften es als wichtiger ein, reich zu werden, als Teilnehmer mit über 60 Jahren. "Wer es mit 60 Jahren noch nicht geschafft hat, reich zu werden, der hat weniger Hoffnung, dass es in den verbleibenden 20 Jahren noch klappt", erklärt Zitelmann. Lediglich in Spanien war der Wunsch nach Reichtum bei den Über-60-Jährigen minimal größer als bei den Jüngeren. (fp)