Während sich fast jeder zweite Mann in Deutschland finanziell gut für das Alter aufgestellt fühlt, ist es bei den Frauen noch nicht mal jede Dritte. In den vergangenen zwölf Monaten konnten Männer fast 600 Euro mehr für ihre private Altersvorsorge aufbringen als Frauen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage unter mehr als 2000 Menschen im Auftrag von Fidelity International, die das Marktforschungsinstitut Opinium durchgeführt hat.

Jede fünfte Frau musste Abstriche beim Einkommen verzeichnen
Die finanzielle Lage vieler deutscher Frauen hat sich zuletzt sogar noch verschlechtert. So konnten in den vergangenen zwölf Monaten jeweils mehr Männer als Frauen den monatlich gesparten Geldbetrag und die Einzahlungen in die private Altersvorsorge erhöhen. Ähnlich sieht es beim persönlichen Einkommen aus: 23 Prozent der Männer und nur 18 Prozent der Frauen konnten im vergangenen Jahr ihr persönliches Einkommen steigern. Jede fünfte Frau (20 Prozent) musste dagegen Abstriche beim Einkommen verzeichnen.

Politik und Wirtschaft seien in der Verantwortung, die Einkommenslücke zwischen Frauen und Männern zu verkleinern, sagt Jan Schepanek, Head of Personal Investing & Advisory bei Fidelity International in Deutschland. Außerdem sei ein besserer Zugang zu einer finanziellen Allgemeinbildung in Deutschland notwendig. (fp)