Am heutigen Freitag, dem 8. März, ist Weltfrauentag. Der Vermögensverwalter Flossbach von Storch hat das Event zum Anlass genommen, um das weibliche Sparverhalten eingehender zu analysieren. Eine Umfrage unter 10.000 Menschen in Deutschland hat ergeben: Nach wie vor hat das Geschlecht einen großen Einfluss auf die Art der Geldanlage. Während Männer eher in Aktien investieren, vertrauen Frauen ihr Geld lieber Klassikern wie dem Sparbuch an, geht aus der Studie hervor, die zusammen mit den Marktforschern der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) entstand und deren zum Teil alarmierende Erkenntnisse gewiefte Berater kennen sollten.


Die interessantesten Details aus der umfassenden Anlegerumfrage des Kölner Vermögensverwalters zeigen wir Ihnen in der obigen Chartgalerie. Die Antworten der weiblichen Befragten sind generell in rot gehalten, die der männlichen Umfrageteilnehmer in dunkelblau. Die geschlechterunabhängigen Antworten sind in grauer Farbe wiedergegeben.


Momentan investieren Männer doppelt so oft in Aktien wie Frauen. Obwohl Frauen laut Statistischem Bundesamt im Schnitt weniger verdienen als Männer und in der logischen Folge auch geringere gesetzliche Rentenansprüche erwerben, bevorzugen sie als Gruppe nach wie vor tendenziell eher renditeschwache Anlagen. "Das ist brisant, weil Frauen damit in Zukunft im Nachteil sein werden", sagen die Experten von Flossbach von Storch.

Zugleich erreichen Frauen statistisch ein höheres durchschnittliches Lebensalter als Männer und müssen daher für einen längeren Zeitraum vorsorgen. Aus der Risikoscheu bei der Geldanlage wird damit ein Risiko für die Altersvorsorge.

Falsche Erwartungen
Die Experten von Flossbach von Storch haben auch analysiert, wie viel Ertrag die Ersparnisse pro Jahr abwerfen sollen, wenn es nach dem Willen der Sparerinnen und Sparer geht. Das Ergebnis: Die Erwartungen sind vielfach überhöht – vor allem angesichts des weiblichen Fokus auf ertragsschwache Zinsanlagen. Zwischen Wunsch und Wirklichkeit gibt also es eine deutliche Diskrepanz.

Die Experten empfehlen den weiblichen – und nebenbei auch den männlichen – Anlegern, langfristig zu denken und ihre Aktienscheu abzulegen. Denn: "Deutsche Männer taugen nicht pauschal als Vorbild, auch sie sparen in der Regel schlecht. Geldanlage sollte keine männliche Domäne sein, dazu ist das Thema zu wichtig", schlussfolgert Thomas Mayer, Gründer des Flossbach von Storch Research Institutes. (fp/ps)