Die "Fusionitis" im genossenschaftlichen Bankensektor macht selbst vor Corona nicht halt. Jetzt wollen es die VR Bank Südthüringen und die Erfurter Bank gemeinsam probieren. Die beiden benachbarten Thüringer Institute planen, noch in diesem Jahr die Zustimmung ihrer Vertreter- und Generalversammlungen hierfür einzuholen. Eine Allianz scheint sehr wahrscheinlich, da der bisherige Vorstandsvorsitzende der VR Bank Südthüringen eG zum 1. Juni in den Vorstand der Erfurter Bank eG gewechselt ist und dort gemeinsam mit Christina Klee das Leitungsgremium in der Landeshauptstadt bildet.
 
Das gemeinsame Haus würde mit einer Bilanzsumme von rund 1,2 Milliarden Euro und rund 100.000 Kunden zu den größten Kreditgenossenschaften in Thüringen zählen. Beide Partner bringen dabei ungefähr die gleiche Bilanzsumme mit ein. Bis zur Umsetzung der geplanten Fusion wird Martina Kopietz die VR Bank Südthüringen eG mit Sitz in Suhl gemeinsam mit Horst Klumb leiten. Klumb, früherer Vorstand der VR Bank, hatte sich bereit erklärt, seinen Vorruhestand zu unterbrechen und ab Anfang Juni nochmals tätig zu werden.
 
Für die Erfurter Bank ist es innerhalb kürzester Zeit bereits der zweite Anlauf für eine Fusion mit einem anderen Institut. Erst Anfang April gab man bekannt, dass ein geplantes Zusammengehen mit der VR Bank Weimar gescheitert war. (mh)