Gabriel Felbermayr im Podcast: "Verschuldung? Ja, aber…"
Gabriel Felbermayr wird bald "Wirtschaftsweiser" in Deutschland – als erster Österreicher im Sachverständigenrat. Im FONDS professionell Podcast spricht der Wifo-Chef über Deindustrialisierung, Energiepreise, Strukturwandel und die Chancen für Europas Wirtschaft.
Im neuen FONDS professionell Podcast "Joachim Nareike sucht das Gespräch" ist mit Gabriel Felbermayr einer der bekanntesten Ökonomen im deutschsprachigen Raum zu Gast. Das Timing könnte kaum besser sein: Der Chef des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (Wifo) wird in Kürze Mitglied des deutschen Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung – und damit als erster Österreicher Teil der sogenannten "Wirtschaftsweisen".
Im Gespräch analysiert Felbermayr die wirtschaftlichen Herausforderungen, vor denen Deutschland und Europa derzeit stehen. Ein zentrales Thema ist der Strukturwandel der Industrie, insbesondere in der Automobilbranche. Hohe Energiepreise und internationaler Wettbewerb setzen energieintensive Industrien zunehmend unter Druck. "Wenn man da einen Nachteil hat von Faktor zwei, drei gegenüber Wettbewerbern, dann wird das schon sehr eng", sagt Felbermayr.
Gleichzeitig warnt er vor übertriebener Untergangsstimmung. Transformation bedeute nicht zwangsläufig Verlust, sondern könne auch neue Chancen eröffnen – etwa durch den Aufbau neuer Industrien oder Investitionen in Zukunftssektoren. Entscheidend sei, den Wandel aktiv zu gestalten und Arbeitnehmer beim Übergang in neue Branchen zu unterstützen. Auch über staatliche Investitionen und Schulden spricht Felbermayr offen. Neue Kredite seien dann sinnvoll, wenn sie langfristig Vermögen schaffen.
Warum der Top-Ökonom trotz aller Herausforderungen optimistisch bleibt? Jetzt reinhören!















