Das Geschäft mit Goldbarren und -münzen boomt. In Zeiten von Covid-19 rennen vor allem Privatanlager den großen Händlern wie Degussa Goldhandel oder Pro Aurum die Türen ein. Das treibt offenbar die Preise: Die Abstände zwischen den An- und Verkaufspreisen sind zum Teil gewaltig, wie ein Vergleich der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) zeigt.

Krügerrand-Goldmünzen zu einer zehntel Unze etwa kosten bei Degussa Goldhandel 205,50 Euro. Im Ankauf zahlt der Händler dagegen nur 153 Euro – was einem Aufgeld von 34 Prozent gleichkommt. Auch für die Goldmünzen "Wiener Philharmoniker" und die US-amerikanischen "American Eagle" rechnet der Händler für eine zehntel Unze jeweils 52,7 Euro mehr ab, als ihn die Münze im Einkauf kostet.

Lieferengpässe und hohe Transportkosten
Auf Nachfrage der FAZ teilte das Unternehmen mit, im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sei es innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette zu Engpässen gekommen. Auch sei die Lieferung bestimmter Anlagemünzen aus dem Ausland teilweise unterbrochen worden. Hinzu kämen die aktuell steigenden Kosten für Händler im Transport- und Logistikbereich.

Auf dem Höhepunkt der Krise sei es dadurch zu einem erheblichen Mangel im Angebotsbereich gekommen, der einer enormen Nachfrage gegenübergestanden hätte. "Punktuell" sei das immer noch so, erklärte der Händler und verwies auf die Zahlen von April und Mai 2020. Ähnliches berichtet auch Robert Hartmann von Pro Aurum. Die Aufschläge auf den Goldpreis seien insgesamt "leicht runtergegangen", es gebe aber noch keine "Entspannung", sagte er der Zeitung. (fp)