Fragt man die Bundesbürger, wer im Alter für ihre Rente aufkommt, dann lauten vier von fünf Antworten: nicht der Staat. Nur rund ein Fünftel der Deutschen setzt Vertrauen in die gesetzliche Rentenversicherung, wenn es darum geht, für das eigene Alter vorzusorgen. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der HDI Lebensversicherung hervor.

Quelle: HDI

Ein wesentlicher Grund ist die Coronakrise. Die Erfahrungen während der Pandemie hätten die Entscheidungen der Bundesbürger maßgeblich beeinflusst, sagt die HDI Lebensversicherung. So sei im Durchschnitt bei jedem dritten Befragten in den letzten Monaten das Vertrauen in die eigene Immobilie als Altersvorsorge gestiegen. Umgekehrt gab jeder vierte Beschäftigte mit Blick auf Sparkonten und die gesetzliche Rente an, diesen Vorsorge-Vehikeln weniger zu vertrauen.

Jüngere setzen auf den Kapitalmarkt
Der Umfrage zufolge gewann auch die Geldanlage an Beliebtheit. Fast jeder fünfte Befragte (19 Prozent) gab an, fürs Alter am liebsten mit Aktien Anleihen und Fonds vorzusorgen. Besonders großes Vertrauen fassten vor allem junge Berufstätige sowie die Befragten im Alter von 65 Jahren. Bei den unter 45-Jährigen hatte jeder Fünfte das größte Vertrauen in Aktien, Anleihen und Fonds. Auf die gesetzliche Rente vertraut in dieser Altersklasse dagegen nur ein Sechstel, unter den älteren Umfrageteilnehmern sind es fast doppelt so viele. (fp)