Bei der Geldanlage frönen viele deutsche Privatanleger dem Motto: Gold ist Trumpf. Mehr als ein Drittel hat bereits in das gelbe Metall investiert, ein weiteres Drittel gibt an, offen für einen Kauf zu sein. Das geht aus einer Marktumfrage unter mehr als 2.000 Privatanlegern in Deutschland hervor, die das World Gold Council gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Hall & Partners durchgeführt hat.

Laut Befragung verbinden Anleger Gold stark mit der Absicherung gegen Inflation und Währungsschwankungen. Sie vertrauen dem seltenen Bodenschatz als langfristig sichere Anlageform und schätzen es als vergleichsweise risikoarm ein. Tatsächlich gibt fast die Hälfte der befragten Investoren, die in den letzten zwölf Monaten Gold gekauft haben, an, damit ihr Anlagerisiko senken zu wollen.

Deutschland ist drittgrößter Goldmarkt der Welt
Potenzielle Goldkäufer finden sich in jeder Altersklasse. Auffällig ist aber, dass gerade die 18- bis 24-Jährigen besonders Gold-affin sind. In der Befragung gaben 38 Prozent dieser Altersklasse an, künftig auf jeden Fall in das gelbe Metall investieren zu wollen. Frauen sind dabei etwas aufgeschlossener (38 Prozent) als Männer (34 Prozent). "Gold hat einen festen Platz in deutschen Portfolios", sagt Luise Street, Senior Market Analyst beim World Gold Council.

Tatsächlich zählt Deutschland im globalen Goldanlagemarkt mittlerweile zu den wichtigsten Nationen. Das Land generiert rund zehn Prozent der weltweiten Nachfrage nach Barren und Münzen. Bei goldgedeckten Exchange Traded Commodities (ETCs) hat sich die Bundesrepublik zum drittgrößten Markt der Welt entwickelt. (fp)