Gold und Silber legten zum Auftakt des Handelsjahres 2026 zu und knüpften damit an ihre besten Jahresergebnisse seit 1979 an. Der Goldpreis stieg auf fast 4.375 Dollar je Unze, während Silber um mehr als zwei Prozent zulegte. Händler verwiesen darauf, dass sich die Edelmetalle 2026 aufgrund weiterer US-Zinssenkungen und einer Dollar-Schwäche gut entwickeln könnten. Kurzfristig gebe es jedoch Bedenken, dass eine breite Neugewichtung von Indizes die Preise unter Druck setzen könnte. Angesichts der starken Rally könnten passiv verwaltete Fonds einige Kontrakte verkaufen, um neue Gewichtungen abzubilden, sobald diese bestätigt sind.

Erwarteter Verkaufsdruck bei Silber
"Wir erwarten, dass in den kommenden zwei Wochen ein massives Open Interest von 13 Prozent an den Comex-Silbermärkten verkauft wird, was zu einer dramatischen Neubewertung nach unten führen wird", schrieb Daniel Ghali, Senior Commodity Strategist bei TD Securities, in einer Mitteilung. Eine geringere Liquidität nach den Feiertagen könnte die Preisschwankungen zusätzlich verstärken.

Rekordjahr 2025 mit hoher Volatilität zum Jahresende
Edelmetalle verzeichneten im vergangenen Jahr einen rasanten Anstieg, obwohl es Ende Dezember zu erheblicher Volatilität kam, als einige Investoren Gewinne mitnahmen und Handelsmetriken auf überkaufte Bedingungen hindeuteten. Gold erzielte 2025 eine Reihe von Rekorden, unterstützt durch Käufe der Zentralbanken, eine lockerere Politik der Federal Reserve und einen schwächeren Dollar. Die Nachfrage nach sicheren Häfen, getrieben durch geopolitische Spannungen und von den USA angeführte Handelskonflikte, wirkte ebenfalls stützend.

Silber übertrifft Gold deutlich
Silber legte 2025 noch stärker zu als Gold, erreichte Rekordwerte und durchbrach Marken, die bis vor Kurzem selbst für die enthusiastischsten Marktbeobachter undenkbar schienen. Neben den Faktoren, die Gold stützten, profitierte Silber auch von anhaltenden Sorgen, dass die US-Regierung letztendlich Einfuhrzölle auf das Metall erheben könnte.

Banken sehen weiteres Aufwärtspotenzial für Gold
Führende Banken sehen weiteres Potenzial für einen Goldanstieg in diesem Jahr, insbesondere vor dem Hintergrund erwarteter weiterer Zinssenkungen der Fed und einer von US-Präsident Donald Trump angestoßenen Neuausrichtung der Führung der US-Zentralbank. Goldman Sachs teilte im vergangenen Monat mit, dass das Basisszenario eine Rally auf 4.900 Dollar je Unze vorsehe, mit Risiken nach oben. (mb/Bloomberg)