Goldman Sachs hebt Kursziel für S&P 500 deutlich an
Goldman Sachs wird optimistischer für den US-Aktienmarkt. Die Strategen erwarten nach starken Quartalszahlen und wegen des anhaltenden KI-Booms einen deutlich höheren Jahresgewinn des S&P 500.
Goldman-Sachs-Strategen rechnen nun wie ihre Kollegen von Morgan Stanley und der Deutschen Bank mit einem Gewinn beim S&P 500 von 17 Prozent in diesem Jahr. Das vom KI-Boom getriebene Wachstum der Unternehmensgewinne werde die Aktienkurse weiter stützen, schrieb das von Ben Snider geleitete Goldman-Team. Die Strategen hoben ihr Jahresendziel für den US-Leitindex auf 8.000 Punkte an und verwarfen damit ihre vorherige Prognose von 7.600 Punkten.
"Anhaltendes Gewinnwachstum dürfte den Aktienmarkt weiter beflügeln", schrieben die Strategen in einer Mitteilung. "Die erhöhte Gewinnprognose spiegelt die angehobenen Gewinnschätzungen für den S&P 500 nach einer außergewöhnlich starken Berichtssaison im ersten Quartal wider."

Der S&P 500 ist in diesem Jahr dank einer Rally bei Technologieaktien bereits um fast zehn Prozent gestiegen, da Anleger üppige Unternehmensgewinne stärker gewichten als die geopolitischen und wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs. Der US-Leitindex erreichte am Dienstag (26.5.) ein weiteres Rekordhoch und schloss bei 7.519 Punkten.
Gewinn je Aktie soll auch 2026 und 2027 kräftig steigen
Die Goldman-Strategen erhöhten ihre Prognose für den Gewinn je Aktie der Unternehmen im S&P 500 für 2026 auf 340 US-Dollar. Das entspricht einem Wachstum von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für 2027 erwarten sie einen weiteren Anstieg um 13 Prozent.
Profiteure von Investitionen in KI-Infrastruktur dürften in diesem Jahr rund die Hälfte des Gewinnwachstums je Aktie im S&P 500 ausmachen, erklärten die Strategen. Zugleich dürften steigende Bewertungen durch Risiken für den Ausblick begrenzt werden.
Strategen sehen Risiken bei KI und Zinsen
"Das Zusammenspiel von nachlassendem Gewinnwachstum und anhaltender Unsicherheit sowohl im Hinblick auf KI als auch auf die gesamtwirtschaftlichen Aussichten dürfte einen deutlichen Anstieg der Bewertungen verhindern", schrieben die Strategen. "Die Stimmungslage bei KI und die Zinsen bergen Risiken in beide Richtungen." (mb/Bloomberg)




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