Viele Analysten waren vor einem Jahr davon ausgegangen, dass der Goldpreis sinken würde. Stattdessen konnte er 2019 deutlich zulegen. Einer der wenigen, die diese Entwicklung korrekt vorausgesagt hatten, war Jeff Currie, Rohstoffspezialist bei Goldman Sachs. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) berichtet, ist Currie weiterhin optimistisch für das Edelmetall. Er geht davon aus, dass der Preis weiter in die Höhe klettert. "We really like Gold now" – "Wir mögen Gold jetzt wirklich", erklärte er auf einer Konferenz in Frankfurt.

Curries Argumentation: Anleger haben viel Geld auf der hohen Kante liegen. In den USA sind die Ersparnisse zuletzt gestiegen, auch in Deutschland liegt die Sparquote auf hohem Niveau. Gleichzeitig machen sich Investoren Sorgen wegen der geopolitischen Spannungen in vielen Regionen. Die hohen Ersparnisse und die Angst vor einem Crash dürften die Nachfrage nach Gold weiter anheizen.

"Die beste Absicherung gegen Risiken"
Auch Notenbanken haben zuletzt viel Gold gekauft, um ihre Währungen unabhängiger vom US-Dollar zu machen, berichtet Currie. Das unterstützt den Goldpreis zusätzlich. Im laufenden Jahr könnte der Preis des gelben Metalls auf mindestens 1.600 US-Dollar je Feinunze steigen, prognostiziert der Goldman-Sachs-Staranalyst. "Unsicherheiten, die De-Dollarisierung und Nachfrage von Zentralbanken treiben die Nachfrage nach Gold", fasst er zusammen. Das Portfolio mit Gold zu diversifizieren sei derzeit "die beste Absicherung gegen Risiken". (fp)