Der Goldpreis könnte von zuletzt rund 1.436 US-Dollar pro Feinunze innerhalb der kommenden zwölf Monate auf bis zu 1.475 US-Dollar steigen. Das prognostiziert Goldman Sachs (GS) in einer aktuellen Analyse, aus welcher die Frankfurter Allgemeine Zeitung zitiert. Damit hob die US-Investmentbank ihr Preisziel für das Edelmetall um 50 US-Dollar an – und das, obwohl Gold derzeit bereits auf einem Sechsjahreshoch notiert.

Die Aussicht auf weitere Preisanstiege begründet GS mit drei Faktoren. Erstens profitiert der Preis von anhaltenden Rezessionsängsten in den Industriestaaten. Die Bank geht allerdings davon aus, dass die Weltwirtschaft sich in der zweiten Jahreshälfte erholen kann. Das könnte diesen Impulsgeber etwas dämpfen. Zweitens treibt eine weiter steigende Gold-Nachfrage aus den Schwellenländern den Preis des Bodenschatzes. Vor allem in Asien gilt Gold traditionell als Zeichen für Wohlstand und ist beispielsweise ein beliebtes Hochzeitsgeschenk in Indien und Indonesien. 

Angst und Wohlstand bleiben Preistreiber
Drittens geht GS davon aus, dass die Notenbanken weltweit in diesem Jahr rund 100 Tonnen mehr Gold kaufen als im Jahr zuvor. Insgesamt gelte für die Preisentwicklung beim Gold nach wie vor die Faustformel: "Angst plus Wohlstand gleich teures Gold", erklären die Rohstoffanalysten von GS um Jeff Currie. (fp)