Der Goldpreis in US-Dollar könnte schon bald ein neues Allzeithoch erreichen, glaubt Ned Naylor-Leyland, Leiter Gold und Silber beim Vermögensverwalter Jupiter Asset Management. Dafür sei ein Ansturm auf vermeintlich krisensichere Anlageformen verantwortlich, die viele Anleger in den vergangenen Wochen angesichts des Ukraine-Krieges bevorzugten. Auch Inflationssorgen verbunden mit der Erwartung nur maßvoll steigender Zinsen wirkten sich positiv auf den Preis des Edelmetalls aus, meint der Fondsmanager. "Wenn der Trend anhält, dürfte es nicht mehr lange dauern, bis der bisherige Höchststand überschritten wird", sagt Naylor-Leyland.



In japanischen Yen gerechnet hat der Goldpreis bereits ein neues Allzeithoch erreicht, und auch in Euro und Pfund Sterling steht der Preis kurz vor neuen Höchstständen. Nun gebe es weitere Unterstützung durch die Realzinsen, also die Rendite festverzinslicher Geldanlagen unter Berücksichtigung der Inflation. Der Goldpreis entwickele sich meist gegenläufig zum Realzins, argumentiert der Fondsmanager. Und die steigende Inflation mache es wahrscheinlich, dass der Realzins weiter niedrig bleibe. (fp)