Unter den Großanlegern herrscht trübere Stimmung als noch vor einem Monat. Das zeigt der globale Investor Confidence Index (ICI) des Vermögensverwalters State Street: Der Index fiel im Juni zurück auf 96,3 Punkte. Im Mai hatte der Wert noch bei 98,4 Punkten gelegen.

Das Barometer misst das Vertrauen der Großanleger in die Märkte anhand ihrer Anlageaktivitäten. Liegt der Wert über 100, erhöhen Investoren ihren Anteil an risikoreichen Investments. Liegt er darunter, verringern sie ihn. Am stärksten sank das Vertrauen der Anleger aus Asien, der dortige ICI viel um neun Punkte auf 91,7 zurück. Für Nordamerika sank der Wert um 3,4 Punkte auf 95,3. In Europa ging das Barometer um zwei auf 91 Punkte zurück.

"Zunehmende Ängste"
Rajeev Bhargava, Leiter der Abteilung Investor Behavior Research bei State Street, sieht als Grund für die Entwicklung unter anderem die gedämpfte Stimmung der US-Investoren. Es handle sich dabei vermutlich um eine Reaktion auf die Erwartung, dass die US-Notenbank Fed ihre Geldpolitik allmählich wieder normalisieren wird. "Darüber hinaus dürften die zunehmenden Ängste vor einer geldpolitischen Straffung in China in Verbindung mit der größeren Unsicherheit über die Auswirkungen der Delta-Variante das Vertrauen der Anleger in Asien stark beeinträchtigt haben", sagt Bhargava. (fp)