Die Stimmung unter Investoren hat sich im März nach einer Phase der Abkühlung wieder leicht gebessert. Das zeigt der globale Investor Confidence Index (ICI) vom Vermögensverwalter State Street Global Markets. "Nach einem starken Rückgang in zwei aufeinanderfolgenden Monaten hat sich das Anlegervertrauen, angeführt von Europa, im März wieder stabilisiert, und es ist sogar leicht gestiegen", kommentiert Michael Metcalfe, leitender Makro-Stratege bei State Street Global Markets. 

Die höhere Zuversicht der Investoren ist in erster Linie auf einen Anstieg des europäischen Teilindex zurückzuführen. Dieser nahm um 12,6 Punkte auf 90,7 Zähler zu. Gleichzeitig zog auch die Risikobereitschaft in Nordamerika an, hier legte der Index um 1,1 Punkte zu. Nur in Asien verschlechterte sich die Anlegerstimmung etwas: Der asiatische ICI sank um insgesamt 4,9 Punkte auf 93,2 Zähler. 

Anleger lernen, mit Risiken umzugehen
Der Vermögensverwalter misst die Risikobereitschaft der Investoren, indem er das tatsächliche Kauf- und Verkaufsverhalten institutioneller Anleger untersucht. Bei einem Wert von hundert halten Investoren ihren langfristigen Anteil an risikoreichen Anlagen konstant. Auch wenn die Risikobereitschaft in allen drei Regionen unter diesem neutralen Wert bleibt, finden sich Investoren zunehmend gut zurecht im aktuellen Umfeld, das durch höhere Anleiherenditen und eine wiedereinsetzende Inflation gekennzeichnet ist, sagt Metcalfe: "Während das Gesamtniveau des Index darauf schließen lässt, dass die Anleger bei risikoreichen Anlagen wachsam bleiben sollten, deutet das leicht gestiegene Vertrauen darauf hin, dass sie lernen, mit höheren Renditen zu leben, zumindest vorerst." (fp)