Robert Habeck, Bundesvorsitzender der Grünen, hat genug von den Negativzinsen und fordert darum einen Bürgerfonds. "Negativzinsen sind teuer für Sparer und gefährlich für die Finanzmarktstabilität", sagte Habeck der "Süddeutschen Zeitung" (SZ). Die Minuszinsen machen es besonders Rentenversicherern schwer. Sie können derzeit keine hohen Zinserträge erwirtschaften. Viele Altersvorsorgeprodukte sind dadurch unattraktiv geworden.

An diesem Punkt soll der Bürgerfonds eingreifen und nach Habecks Vorstellungen die private Vorsorge aufbessern. Jeder Bundesbürger soll in den Fonds einzahlen können und so an den Gewinnen der deutschen Wirtschaft beteiligt sein. Außerdem stabilisiere ein solcher Fonds nach Habecks Vorstellung die Finanzmärkte, berichtet die SZ. Das Vorbild für den Bürgerfonds ist Norwegen. Dort gibt es bereits einen Staatsfonds.

SPD-Abgeordneter will Bundesschatzbriefe zurück
Die SPD verfolgt einen anderen Ansatz: Der Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs fordert, dass die staatliche Bundesfinanzagentur ihr Privatkundengeschäft wieder aufnimmt. Kahrs sagte der SZ, dass er Kleinsparern die Bundesschatzbriefe und die Tagesanleihe des Bundes zurückbringen wolle, die CDU, CSU und FDP gemeinsam abgeschafft hatten. (fp)