Die Deutschen fremdeln seit jeher mit der Börse. Ein gängiges Vorurteil lautet: Dort gehe es zu wie im Casino. Wer Gewinn macht und wer Verlust, wäre demnach reiner Zufall, gepaart mit einer tüchtigen Portion Glück. Experten von Grüner Fisher Investments widersprechen dieser Sichtweise vehement. Sie sagen: Aktieninvestments sind keine Spekulation für den nächsten Adrenalin-Kick, die Börsen haben nichts mit einem Glücksspiel gemein. Wer Aktien kauft, benötigt vielmehr einen kühlen Kopf und ein gehöriges Maß Vernunft.

Die Spezialisten von Grüner Fisher sind überzeugt: "Nur, wer vernünftig an das Thema Aktien herangeht, mit einem langfristigen Anlageplan, gesunder Diversifikation und Geduld in den schwierigen Phasen, für den ist der Aktienmarkt eine langfristig lohnende Angelegenheit." Wer auf rasche Gewinne aus ist, sieht sich dagegen mit einem Rückschlagrisiko konfrontiert.

Ist der nächste Crash eine Frage der Zeit?
Nun muss man sagen, dass die Börsen in den vergangenen Wochen nicht gerade ein Musterbeispiel für eine solide, vernunftgetriebene Kursentwicklung abgegeben haben. "Ein blitzschneller Bärenmarkt, eine V-förmige Erholung mit neuerlichen Rücksetzern – die Volatilität regiert, das Gefühl der Unsicherheit ist weit verbreitet", heißt es von Grüner Fisher. In diesem Umfeld haben die üblichen Vorurteile Hochkonjunktur: Die Aktienmärkte haben sich von der Realität abgekoppelt, der nächste Crash ist nur eine Frage der Zeit, Anleger könnten jetzt ebenso gut ins Casino gehen.

Für solcherlei Vorurteile gibt es indes keinen Anlass, betonen die Experten des Investmenthauses. Erfahrene Investoren wissen: Gerade dann, wenn die Nachrichtenlage schlecht ist, legen die Aktienkurse oft kräftig zu. Auf kurze Sicht dürfte es immer wieder unkalkulierbare Bewegungen am Aktienmarkt geben. Anleger sollten in diesem Umfeld Geduld und Mut beweisen – und nicht glauben, sie befänden sich beim Roulette. (fp)