Wer sich in Deutschland den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen möchte, muss seit Jahren immer tiefer in die Tasche greifen. Und doch schaffen es Käufer offenbar immer schneller, das nötige Kapital zusammenzubekommen. Eine aktuelle Auswertung des Transaktionsportals Europace, die der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) vorliegt, zeigt: Bei den Eigenheimkäufern sank das Durchschnittsalter von 37 im Jahr 2012 auf heute 36 Jahre. 

Noch deutlicher fiel die Verjüngung bei denjenigen aus, die eine Immobilie als Kapitalanlage erwerben. In dieser Gruppe sank das Durchschnittsalter von 44 auf 40 Jahre. Als Erklärung nennt das Unternehmen die hohen Mieten in Ballungsräumen, das staatliche Baukindergeld sowie die historisch niedrigen Bauzinsen von derzeit weniger als einem Prozent. All das verstärke bei jungen Singles mit höherem Einkommen den Wunsch, nach einer Immobilie Ausschau zu halten.

Europace wickelt pro Jahr Immobilienfinanzierungen für Privatkunden im Volumen von 60 Milliarden Euro ab. Nach eigenen Angaben entspricht das etwa 20 Prozent aller Immobilienfinanzierungen für Privatkunden in Deutschland. (fp)