Dass die Banken ihre Filialanzahl reduzieren, ist bekannt. Gleichzeitig stirbt die Filiale nicht aus, im Gegenteil, immer häufiger entstehen atmosphärisch ansprechende Beratungszentren, welche die Kunden – die in den vergangenen Jahren meist in unpersönlichen Selbstbedienungs-Foyers landete – wieder in die Bank holen sollen.

Gleichzeitig müssen alteingesessene Häuser das digitale Erlebnis verbessern, um eine Abwanderung zu Neo-Banken beziehungsweise Fintechs zu verhindern. Man beobachte den Trend, "dass immer mehr Banken Joint Ventures mit bankfremden Dienstleistern prüfen, um ihr klassisches Geschäft zu optimieren", sagt Alexander Lippner, Partner des Beratungsunternehmens KPMG. Das Unternehmen hat eine Arbeit veröffentlicht, die zeigt, wie unterschiedlich die Bemühungen der Banken global sind, um den Zugang zu den Kunden in einer veränderten Umgebung nicht zu verlieren.

Insbesondere Joint Ventures mit bankfremden Unternehmen könnten klassische Geschäftsmodelle auflösen oder erweitern – man sehe das bereits bei internationalen Banken, so Lippner. Auch das Bekenntnis zu ESG-Werten (Environmental, Social & Governance) werde die Geschäftsmodelle verändern. Und es werden neue Arbeitsmodelle erforderlich sein. Automatisierung und Flexibilisierung (etwa mit der Einrichtung von Kreativzeiten) werden die Betriebsmodelle dominieren, heißt es. Klicken Sie sich durch unsere Auswahl an Beispielen. (eml)