Das American Film Institute führt ihn auf Platz 24 der 50 fiesesten Kino-Bösewichte: Gordon Gekko. Michael Douglas verkörperte 1987 im Börsenklassiker "Wall Street" den aalglatten und skrupellosen Finanzhai auf unnachahmliche Art und Weise – und erhielt dafür zurecht einen Oscar als bester Hauptdarsteller. Die Figur des gerissenen Börsenspekulanten diente danach zahlreichen Filmemachern als Vorlage, wie beispielsweise Martin Scorsese für "The Wolf of Wall Street".  

Regisseur Oliver Stone versetzte die Handlung seines Hollywood-Blockbusters zurück ins Jahr 1985, da zu diesem Zeitpunkt die Skandale um Insiderinformationen an der New Yorker Börse ihren Höhepunkt erreichten. Vorbilder für Gordon Gekko sollen die beiden Wallstreet-Millionäre Ivan Boesky und Carl Icahn gewesen sein, deren Machenschaften in den Büchern "Mr. Diamond" von Douglas Frantz und "Club der Diebe" von James B. Stewart thematisiert wurden. Kurz vor seiner Verhaftung wegen Insidergeschäften 1986 hielt Boesky bei einer Abschlussfeier der Haas School of Business eine Rede, die als Inspiration für Gekkos "Gier ist gut"-Ansprache diente. Unter Applaus und Lachen der Absolventen sagte Boesky: "Greed is all right, by the way. I want you to know that. I think greed is healthy. You can be greedy and still feel good about yourself." ("Übrigens ist Gier in Ordnung. Ich will, dass ihr das wisst. Ich denke, Gier ist gesund. Man kann gierig sein und dennoch mit sich im Reinen.").

Die Abwandlung dieses Zitats ist allerdings nicht das einzige aus Gordon Gekkos Mund, das Einzug in die Annalen der Filmgeschichte hielt – klicken Sie sich durch unsere Fotostrecke oben. (mb)