Ukraine-Krieg, Corona, Lieferkettenprobleme, Inflation: Aufgrund der Belastungen für die reale Wirtschaft und damit die Finanzmärkte, die in eine Stagflation münden könnten, werden die Zentralbanken der Welt nach Ansicht von Hedgefonds-Legende Ray Dalio bereits 2024 gezwungen sein, ihre Leitzinsen wieder zu senken.

"Wir glauben, dass wir uns in einem Straffungsmodus befinden, der bei vielen Finanzanlagen Korrekturen oder Abwärtsbewegungen verursachen kann", zitiert der Schweizer Branchendienst "Cash.ch" den Gründer von Bridgewater Associates aus einem Interview mit der Zeitung "Australian Financial Review". Dalio weiter: "Der daraus resultierende Schmerz wird groß werden und die Zentralbanken dazu zwingen, die Geldpolitik wieder zu lockern, wahrscheinlich in der Nähe der nächsten Präsidentschaftswahlen im Jahr 2024."

Märkte haben Zinssenkungen schon eingepreist
Dalio weist dem Artikel zufolge darauf hin, dass die Märkte in den Industrieländern schon eingepreist hätten, dass es in rund zwei Jahren Zinssenkungen geben wird. Das zeige ein Blick auf die Preise von Futures. Erst einmal sei die Geldpolitik jedoch im Straffungsmodus: Zur Eindämmung der beschleunigten Inflation haben mehr als 60 Länder die Zinsen erhöht. (jb)