Anleger, die in Zeiten niedriger Zinsen noch auf hohe Renditen hoffen, setzen mitunter auf Hedgefonds. Doch das hohe Anlagerisiko führt seltener als gedacht zum Erfolg, wie aktuelle Zahlen zeigen. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hat ermittelt, dass in den beiden Coronakrisen-Monaten März und April ganze 13 Prozent der Hedgefonds im Plus lagen. Auch im Jahr 2019 konnten die Produkte nicht überzeugen: Ihre durchschnittliche Rendite lag bei gerade einmal zehn Prozent und damit deutlich unter den Wertzuwächsen des Dax (25 Prozent) und des S&P 500 (31,5 Prozent).

Schuld an den wiederholt schwachen Ergebnissen sind vor allem die hohen Managergebühren, schreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ). Allerdings gibt es auch Ausnahmen. Einige spezielle Anlagestrategien erwiesen sich in den Corona-Monaten als erfolgreich, darunter etwa die Tail-Risk-Strategie der US-amerikanischen Gesellschaft Universa Investments

Ausnahmen bestätigen die Regel
Ein weiteres Erfolgsbeispiel ist der Hedgefonds "The Children’s Investment Fund" (TCI) des Briten Chris Hohn, der gerade gegen den skandalumwitterten Zahlungsdienstleister Wirecard wettet. Nach einem Bericht von Bloomberg soll er im vergangenen Jahr einen Gewinn in Höhe von 8,4 Milliarden US-Dollar erzielt haben – bei einem Fondsvolumen von 30 Milliarden US-Dollar. Damit bleibt er allerdings die Ausnahme. (fp)