Trotz anhaltender geopolitischer Risiken und nach wie vor merklichem Gegenwind durch US-Zölle sowie Chinas Exportoffensive traut Berenberg der Eurozone in den kommenden Jahren ein etwas kräftigeres Wachstum als 2025 zu. Getrieben wird die Konjunktur laut Chefvolkswirt Holger Schmieding von weniger Störfeuern aus Washington, einer weiterhin lockeren EZB-Politik, dem Abklingen des Energiepreisschocks, einem Rekord-Arbeitsmarkt, einer beruhigten Lage in Frankreich und einem allmählich greifenden deutschen Fiskalimpuls. Für 2027 zeichne sich ein zyklischer Höhepunkt mit rund 1,5 Prozent Wachstum ab, ehe die erwartete Zinswende der EZB ab Mitte 2027 die Dynamik 2028 wieder leicht dämpfen dürfte.

In Summe erwartet Berenberg für die Eurozone 2026 ein reales BIP-Wachstum von 1,3 Prozent, wobei die Risiken erstmals seit vier Jahren eher auf der Positivseite liegen. Bei ausbleibenden externen Schocks könnte der Konjunkturzyklus 2027 seinen Höhepunkt erreichen, bevor eine graduelle Rückkehr der EZB zu einem weitgehend neutralen Leitzins von drei Prozent die Dynamik 2028 wieder etwas bremst. Für das Jahr 2028 kalkuliert die Bank mit einem Eurozonen-Wachstum von rund 1,3 Prozent.

Konkretes zu den sechs Gründen, die Holger Schmieding optimistisch in die konjunkturelle Zukunft der Eurozone blicken lassen, finden interessierte Leser in der Bilderstrecke oben. Einfach durchklicken. (hh)