Wer rund 145.000 Euro übrig und ein Faible für Gruselgeschichten hat, kann in Schottland derzeit das passende Dorf erwerben. "The Old Village of Lawer“ steht zum Verkauf, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ). Der letzte Einwohner ist bereits 1926 ausgezogen, mittlerweile sind von der Siedlung in den Highlands nur noch Ruinen und eine Menge Spukgeschichten übrig. Darin liegt wohl auch der Charme des 1,3 Hektar großen Grundstücks. Angeblich hat dort im 17. Jahrhundert eine Wahrsagerin praktiziert und allerlei Katastrophen vorhergesagt, die sich letztendlich bewahrheitet haben – etwa den Zusammenbruch einer Kirche. 

Laut lokaler Legenden soll es in dem Dorf bis heute nicht alles mit rechten Dingen zugehen, berichtet die FAZ. Neben dem Gruselfaktor bietet das Grundstück vor allem eine schöne Aussicht auf einen einsamen See, einen kleinen Strand und die Möglichkeit zum Forellen angeln. Angeboten wird es von der Immobilienagentur Goldcrest. Ob das Grundstück neben Charme auch Renditepotenzial hat, ist allerdings unklar. Die Immobilienagentur spricht laut der FAZ lediglich von einer "potenziellen Planungsmöglichkeit“ – ob die Gemeinde tatsächlich den Bau einer neuen Immobilie genehmigen würde, bleibt ungeklärt. 

Reiche Nachbarn
Grundsätzlich sind Ländereien in den schottischen Highlands bei Investoren sehr beliebt. So haben bereits einige wohlhabende Unternehmer, vorrangig aus Skandinavien, dort Grundstücke erworben. Dazu gehört der dänische Textilunternehmer und Selfmade-Milliardär Anders Povlsens, der in den Highlands dreizehn Anwesen mit mehr als 90.000 Hektar zusammengekauft hat, ebenso wie der H&M-Großaktionär Stefan Persson, der Lego-Erbe Kjeld Kirk Kristiansen und Sigrid und Lisbet Rausing, die Enkelinnen des Tetra-Pak-Gründers. (fp)